Die verschiedenen Emissionen der Alu Stockach sind bereits seit etlichen Jahren ein Thema.
Mittlerweile hatte die Stadt Stockach dazu ein unabhängiges Unternehmen mit der Überprüfung der Luftreinheit im Bereich des Nellenburger Hangs beauftragt. Am Mittwoch dem 12. März 2025 legte die Dekra dazu ihren Abschlussbericht dem Gemeinderat vor:
Sachdarstellung:
Zahlreiche Beschwerden von Bürgern aus Stockach über erhöhte Feinstaubwerte, sichtbaren Rauch und immer wieder auch starken Gestank haben Anlass gegeben, die Luftreinheit im Bereich des Nellenburger Hangs durch ein unabhängiges Unternehmen überprüfen zu lassen.
Die Stadt Stockach hat dazu die Dekra Stuttgart beauftragt. Deren Messungen wurden stationär über ein halbes Jahr in der Zeit vom 21.12.23 bis 21.06.24 auf einem Grundstück in der Geschwister-Scholl-Straße durchgeführt.
Nach Abschluss der Messungen wurden die Proben einzelner Tage auf Schwermetalle untersucht. Die Dekra legt zu den Ergebnissen ihren Abschlussbericht vor.
Zusammenfassung:
Für den gesamten Messzeitraum lagen die Monatsmittelwerte für PM2,5 bei 11 μg/m³ (Jahresgrenzwert 25 μg/m³), für PM10 bei 16 μg/m³ (Jahresgrenzwert 40 μg/m³). An vier Tagen wurden die Tagesmittelwerte überschritten (zulässig sind 35 solcher Überschreitungstage im Jahr).
Die Feinstaubwerte schwanken tageszeitlich stark. Die gesetzlichen Grenzwerte sowohl für Feinstaub und alle untersuchten Schwermetalle werden eingehalten.
Zur Einordnung dieser Ergebnisse wurde eine Messstelle der LUBW in Konstanz im Bereich des sog. „Städtischen Hintergrunds“ herangezogen. Im gleichen Zeitraum wurde dort eine um 3 bzw. 4 μg/m³ niedrigere mittlere Feinstaubbelastung gemessen und kein Überschreitungstag verzeichnet, obwohl das Gegenteil zu erwarten gewesen wäre.
Der Vergleich mit den Messungen von Anwohnern des Nellenburger Hangs zeigt, dass deren Messungen, die parallel zu den DEKRA-Messungen laufen, nur qualitativ abweichen. Dabei wird von den Sensoren der Anwohner der PM2,5-Wert zu niedrig und der PM10-Wert zu hoch eingeschätzt.
Die Beschreibung und das Angebot für die im Bericht erwähnte Möglichkeit von Messungen der Geruchsbelastung wurde angefordert, lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Unterlagen aber noch nicht vor.
Infovorlage_2025-035.pdf
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