Wir freuen uns sehr über das gute Wahlergebnis in Allensbach. Es war nicht zu erwarten, dass das Ergebnis der letzten Landtagswahl wieder erreicht würde, als B90/Die Grünen hier 42% der Stimmen holten. Der Anteil der Zweitstimmen mit 38,6 % für grün und damit für Cem Özdemir als Ministerpräsident liegt heute jedoch wieder deutlich über dem Landesdurchschnitt wie schon in der vergangenen Bundestags- und der Europawahl.
Besonders freuen wir uns über das hervorragende Abschneiden unserer Direktkandidatin Nese Erikli mit 33,5 % der Erststimmen in Allensbach und dass sie den Wahlkreis wieder als direkt gewählte Abgeordnete vertreten wird. In Ihrem überaus engagierten Wahlkampf hat sie die Menschen überzeugt, dass deren Anliegen bei ihr in Stuttgart gut aufgehoben sind und dass Nese Erikli die Interessen des Landkreises und der Gemeinden bestens vertreten wird.
Ironie des Schicksals, bei der Anreise nach Allensbach zum Vortrag über den Zustand der Gäu- und Schwarzwaldbahn wurde Matthias Gastel, der Verkehrsexperte von Bündnis 90/DIE GRÜNEN selbst ein Opfer von der Unzuverlässigkeit der Bahn und deren Infrastruktur.
Am 31.1.2026 war auf Einladung der Landtagsabgeordneten Nese Erikli und des Ortsverbandes Allensbach der Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel zu einem Vortrag über die Gäu- und Schwarzwaldbahn zu Besuch im Allensbacher Pfarrheim.
Matthias Gastel hatte im Vorfeld einen engen Terminplan. Er war bis zum Mittag auf der Eröffnungsfahrt auf der Herrmann-Hesse-Bahn.
Von dort ging es für ihn nach Böblingen und er ist dort in den IC gen Bodensee gestiegen.
Auf der Gäubahn baute der IC aber 15 Minuten Verspätung bis Singen auf, dort war der Seehas – Anschluss nach Allenbach weg. Noch hielt der Zeitplan, um 15:30 Uhr in Allensbach zu sein. Der dem Seehas nachfolgende RE hätte ihn noch rechtzeitig nach Allensbach bringen können. Allerdings verendete dieser RE am Bahnhof in Radolfzell („Signalstörung“ ). Die Strecke in Richtung Konstanz war dicht. Der Taxistand, wo sonst gefühlt immer mehrere Taxen stehen, war leer. Am Ende haben wir Matthias mit dem PKW in Radolfzell geholt und kamen 15 Minuten zu spät zum Pressegespräch mit dem Südkurier.
Rolf Wiehler vom Ortsverband Allensbach überbrückte derweil und hatte mit Matthis Gastels Verspätung die passende Geschichte für die gut 40 bereits wartenden Zuhörer parat und erzählte von Matthias Abenteuer per Bahn an den Bodensee zu gelangen.
Zuerst berichtete dann Nese Erikli über die Unterstützung des Landes Baden-Württemberg bei Verkehrsprojekten, wie bei der jüngst erfolgten Anschubfinanzierung zur Ertüchtigung Bodenseegürtelbahn, wo das Land mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag Geburtshelfer spielte. Damit geht es nun wie am Hochrhein bei der Bodenseegürtelbahn mit Modernisierung und Elektrifizierung voran.
Bei Stuttgart 21 versucht das Land durch Zusatzinvestitionen wie mit dem Bau der Wendlinger Kurve die verkehrlichen Mankos von S21 so gut es geht abzumindern. Aber längst nicht alles ist durch das Land und dessen Verkehrsministerium zu beeinflussen.
Bestes Beispiel ist auch hier das Projekt S21. Es sind Verträge zwischen der Stadt Stuttgart, dem Flughafen, der DB und dem Land Baden-Württemberg, welche nur im Konsens aller Projektteilnehmer zu ändern sind.
Matthias Gastel berichtete, was alles während der kurzen Zeit der Ampel in Berlin auf den Weg gebracht werden konnte. Mit höchster Detailkenntnis sezierte er die rechtlichen und vertraglichen Randbedingungen und Verflechtungen des S21- Projektes. Nur im Konsens aller Vertragspartner, die wiederum widerstrebende Interessen verfolgen, könnte das Vertragswerk geändert werden, was letztendlich illusorisch ist, so Gastel.
Sein Resümee: S21 ist ein politisch durchgeboxtes Projekt, welches unter Schönwetterannahmen gestartet wurde. Übliche Projektrisiken (wie Kosten- und Terminüberschreitungen) wurden grob fahrlässig ausgeblendet und absichtlich in die Zukunft verschoben um seinerzeit den Start überhaupt zu ermöglichen.
So gab es keinerlei vertragliche Vereinbarungen, wie im Fall von Kosten- und Terminüberschreitungen vorzugehen sei - die vereinbarte "Sprechklausel" war damals der kleinste gemeinsame Nenner.
Etwas Hoffnung bei S21 machte er dennoch, denn in den letzten anderthalb Jahren reift bei vielen Entscheidungsträgern die Erkenntnis, dass ein Teil oberirdisch bleiben muss um aktuelle und zukünftige Verkehrsbedürfnisse abzudecken. Er hofft auf das Normative des Faktischen.
Auch zum Zustand von Schwarzwald- und Gäubahn konnte Matthias Gastel einige Details aufbieten, so sind auf der Schwarzwaldbahn 79% aller Sperr- und Verzögerungszeiten auf Infrastrukturthemen wie Bahnübergänge und Stellwerke zurückzuführen. Dies passt zu den intern vergebenen Schulnoten wo die Stellwerke in der Rgion wie auch bundesweit nur mit 4,2 im Durchschnitt bewertet wurden.
Immerhin, und darüber muss man sich heutzutage schon freuen, hat die verstärkt einsetzende Bautätigkeit in 2024 dafür gesorgt, dass die Qualität der Infrastruktur nicht noch weiter absackte. Und doch macht sich Matthias Gastel Sorgen, der Geldfluss ist für die kommenden Jahre ist trotz Infrastrukturpaket des Bundes nicht gesichert.
Die mittelfristige kontinuierliche Durchfinanzierung und damit der Aufbau von Planungs- und Baukapazitäten ist essentiell, die aktuelle Sprunghaftigkeit macht alles langsam und am Ende unverhältnismäßig teuer, so Matthias Gastel.
Zahlreiche Fragen aus der Zuhörerschaft im Anschluss zu seinem Vortrag konnte Matthias Gastel sehr detailliert und kompetent beantworten.
Als kleines Dankeschön gab es für Matthias Gastel Schweizer Schokolade, denn zwei Dinge, so bemerkte Rolf Wiehler vom Ortsverband Allensbach, können die Schweizer definitiv besser wie wir: Schokolade und Eisenbahn.
Und bis es mit der Bahn bei uns besser wird, braucht es noch viel Nervennahrung.
Übertragen auf das menschliche Beispiel ist das derzeitige Vorgehen für eine Ausgleichsmaßnahme folgendermaßen (natürlich unter der Voraussetzung, dass man allen Lebewesen einen gewissen Respekt entgegenbringt):
Man macht ein größeres Dorf, inklusive aller Infrastruktur, dem Erdboden gleich. Den Bewohnern wird mitgeteilt, sie mögen sich doch in der Nachbarschaft umsehen, vielleicht ergibt sich eine Wohnmöglichkeit. Die, die nicht mobil sind, werden zurückgelassen und kommen, im wahrsten Sinne des Wortes, unter die Räder.
Falls also eine Ausgleichsmaßnahme getätigt werden müsste, sollte man diese sofort angehen, denn es dauert ca. 30 Jahre bis eine Streuobstwiese in ähnlicher Qualität gewachsen ist. Erst dann könnte das benötigte Grundstück gerodet und als Baugebiet genutzt werden. Die ortsgebundene Flora und Fauna könnte, mit größerem Einsatz ebenfalls geschützt werden.
Nach der artenschutzrechtlichen Einschätzung von SeeConcept handelt es sich bei dieser Streuobstwiese um ein Gebiet von mittlerer bis hoher, teilweise sehr hoher Wertigkeit.
Mit den üblichen Suchmaschinen unter „Bebauungsplan Breite Kaltbrunn“ zu finden.
Wir, der Ortsvorstand Allensbach Bündnis90/Grüne lehnen deshalb die Bebauung der Streuobstfläche als schlechteste Variante ab.
Am 26.9.2025 haben wir einen neuen Vorstand gewählt. Neu im Vorstand sind Bruni Mangold, Gemeinderätin in Allensbach und Barbara Staehle, Ortschaftsrätin in Allensbach Kaltbrunn. Nicht mehr kandidiert hat Jürgen Saegert, dem alle für seine jahrelange intensive Arbeit beim Aufbau des Ortsvereins Allensbach gedankt haben. Das neue Vorstandsteam geht nun mit Elan den Wahlkampf für die Landtagswahlen 2026 an.
In wechselnder Besetzung treffen wir uns gewohnheitsmäßig auf dem Wochenmarkt zu einem Stehkaffee. Gegen 11 Uhr verbinden wir Einkäufe auf dem Markt mit einer Kaffeepause am Kaffeewagen und tauschen uns über alles aus, was anliegt im Ort und in der Welt. Wenn der Kaffeewagen einmal nicht da ist treffen wir uns gegenüber im Kaffee Calma. Also keine Küchentischgespräche sondern Kaffeetischgespräche. Wir freuen uns auch auf neue Gesichter und neue Themen und Anliegen.
Das antwortete der Schriftsteller Thadäus Troll (Deutschland deine Schwaben) einem Zuhörer, als er gefragt wurde, warum denn die Intellektuellen und Schriftsteller so links eingestellt seien. Er war wie Günter Grass und andere Autoren im Wahlkampf 1969 für Willi Brandt und die SPD als Unterstützer unterwegs. Da hat sich seither nichts geändert. Leider gibt's jetzt noch mehr Nullen als damals.
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