Wahlprogramm Kreistagswahl 2024

Öffentlicher Verkehr & Mobilität

Ein guter öffentlicher Nahverkehr, der Busse und Züge gut verknüpft, regelmäßig und verlässlich von frühmorgens bis spät abends und am Wochenende verkehrt, ist die Grundsäule einer klima- und ressourcenverträglichen Mobilität.
Der Landkreis Konstanz ist Auftraggeber und Besteller der Regionalbusverkehre. Die Stärkung des ÖPNV ist ein zentraler Baustein der Klimaschutzstrategie. Die demografische Entwicklung macht zudem deutlich höhere Investitionen in den ÖPNV erforderlich.
Neben mehr barrierefreien Bus- und Bahnverbindungen brauchen wir zusätzliche öffentliche Transportmittel, um die Mobilität aller Bürger*innen zu gewährleisten und in Zukunft zu verbessern. Bestehende Bus- und Bahnhaltestellen müssen barrierefrei ausgebaut werden. On-Demand-Angebote wie Rufbusse sollen den Regelverkehr bedarfsgerecht ergänzen. Wir streben häufigere, regelmäßige Fahrten der Regionalbusse an.
Sobald das Land den Rechtsrahmen geschaffen hat, wollen wir für unseren Landkreis einen Mobilitätspass anbieten und mit daraus zusätzlich verfügbaren Mitteln das bestehende ÖPNV-Angebot ausbauen und/oder Tarife vergünstigen.
Wir unterstützen die geplante Agglo-S-Bahn Kreuzlingen – Konstanz, sowie die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn zwischen Friedrichshafen und Radolfzell. Der Schienennahverkehr ist ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende. Wir setzen uns zudem für den Erhalt der direkten Gäubahn-Anbindung an den Stuttgarter Hauptbahnhof ein, sowie für die Verbindungen in die Schweiz.
Wir wollen weiter in den Ausbau der Radinfrastruktur im Landkreis investieren. Neben dem Ausbau der Radwegnetzes gehören dazu auch gesicherte, überdachte Abstellmöglichkeiten. Die Umsetzung bedarfsgerechter Beleuchtungen von Radwegen zwischen Kommunen wollen wir prüfen lassen. Intelligente Beleuchtungskonzepte können dazu beitragen, dass auch zu später Stunde Radfahrende verkehrssicher unterwegs sein können.

 

WIR WOLLEN                                                 

  • Einführung eines Mobilitätspasses
  • ÖPNV on demand in den Randzeiten
  • Weiterführung der von uns angeregten Öffentlichkeitsbeteiligung zum Nahverkehrsplan
  • Zügige Einführung der durch die Öffentlichkeitsbeteiligung eingebrachten Verbesserungen
  • Verlängerung der Schnellbuslinie Donaueschingen – Blumberg via Tengen nach Singen
  • Buslinie zwischen Allensbach und Dettingen
  • Ausbau der kreisweiten Radinfrastruktur
  • Prüfung der Umsetzung einer bedarfsgerechten, insektenfreundlichen Beleuchtung der Radwege außerorts
  • Etappenweiser Ausbau der Radschnellverbindung Konstanz – Singen sowie Singen – Stockach
  • Radwanderkarte für den Landkreis (digital, nachhaltiger Tourismus)
  • Länderübergreifende Selbstverpflichtung zur Umstellung der Schifffahrt auf umweltfreundliche Antriebe
  • jährliche Mobilitätskonferenz in der Euregio Bodensee (landkreis- und länderübergreifend)


Klima & Energie/Klimawandelanpassung

Die letzten Jahre haben gezeigt: Die Klimakrise sorgt schon heute dafür, dass Hitzewellen häufiger werden, länger dauern und deutlich höhere Durchschnittstemperaturen aufweisen. Dieses Problem wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Auch Starkregenereignisse werden weiter zunehmen. Das landkreiseigene Klimaschutzkonzept liegt vor und muss nun konsequent umgesetzt werden.
Wir führen einen CO2-Schattenpreis in der aktuell vom Umweltbundesamt (UBA) vorgeschlagenen Höhe in die Wirtschaftlichkeitsrechnung kommunaler Bauvorhaben ein (2023: 201€ pro Tonne CO2). Der CO2-Schattenpreis berücksichtigt Klimafolgen bei Erstellung und Betrieb kommunaler und kreiseigener Gebäude. Das ermöglicht eine umfassende Bewertung verschiedener Bauweisen und Heizungsalternativen.
Die Energiewende wird vor Ort gemacht. Wir brauchen einen massiven Ausbau von erneuerbaren Energien. Parkplätze und Schulhöfe bieten die nötige Fläche, um sie teilweise mit PV zu überdachen, zudem spenden die PV-Überdachungen Schatten.

 

WIR WOLLEN                                                 

  • energetische Sanierung aller kreiseigenen Liegenschaften
  • Erstellung und Umsetzung eines Hitzeschutzplans
  • Berücksichtigung des CO2-Schattenpreises bei kommunalen Bauvorhaben
  • Überdachung landkreiseigener Parkplätze und Schulhöfe mit PV
  • energetische Nutzung von Lärmschutzbauten und straßenbegleitenden Flächen
  • weiterer Ausbau von Agri-PV in Kooperation mit den Landwirt*innen
  • beschleunigte Genehmigungsverfahren für mehr Windräder im Landkreis
  • Weiterer Ausbau der Energieagentur nach dem Beispiel Freiburg/Ravensburg mit mehr Personal für umfangreiche Beratungsleitungen
  • Trinkwasserspender in kreiseigenen Einrichtungen ebenso wie im öffentlichen Raum, auch zum Hitzeschutz


Ökologie & Artenschutz / Tierschutz

Wir wollen Lebensräume für Tiere und Pflanzen bei uns wieder besser miteinander verbinden. Das ist wichtig, um den genetischen Austausch von Arten zu ermöglichen. Die von uns in die Wege geleitete Biodiversitätsstrategie des Landkreises trägt dazu bei, dass bis 2030 ein Biotopverbund auf mindestens 15 % der Landesfläche im Offenland umgesetzt wird (wie im Bundes- und Landesnaturschutzgesetz vorgesehen). Wir werden dafür werben, an geeigneten kreiseigenen Gebäuden, insbesondere bei Neubauten Nistmöglichkeiten für bedrohte Tierarten anzubringen. Wir setzen uns für eine Umsetzung weitreichender Maßnahmen gegen das Insektensterben ein. Die Reduktion des täglichen Flächenverbrauchs auf 2,5 ha/Tag und bis 2035 auf Netto-Null ist uns ein Anliegen.


WIR WOLLEN                                                 

  • Umsetzung der Maßnahmen aus der Biodiversitätsstrategie des Landkreises
  • Artenschutz für gebäudebewohnende Tierarten an kreiseigenen Gebäuden
  • Förderung und Durchsetzung eines biodiversitätsgerechten Grünflächen-Managements z.B. in der Pflege des Straßenbegleitgrüns
  • Umweltfreundliche Schulhofgestaltung mit Blüh-Elementen, Insektenhotels und Nistmöglichkeiten
  • Schutz von Amphibien und Prüfung von wirksamen Schutzmaßnahmen
  • Umsetzung der nationalen Moorschutz-Strategie
  • eine kreisweite Strategie für naturnahes Wassermanagement im Sinne der nationalen Wasserstrategie
  • klimawandelangepasste Bewirtschaftung und Aufforstung der kreiseigenen Wälder
  • Rettung von Rehkitzen mittels Drohneneinsatz
  • Anerkennung ehrenamtlicher Tierschützer*innen durch einen Tierschutzpreis des Landkreises


Landwirtschaft & Ernährung

Unsere Region zeichnet sich durch eine strukturreiche Kultur- und Naturlandschaft aus. Die touristische Bedeutung der Bodenseeregion, das hohe Verbraucherbewusstsein und die große Nachfrage nach ökologisch erzeugten Produkten schaffen aus unserer Sicht gute Voraussetzungen, um den Anteil der ökologisch wirtschaftenden Betriebe im Kreis weiter zu erhöhen. Gemeinsam mit der Bio-Musterregion Bodensee soll das Landratsamt die lokalen Akteur*innen vom Feld bis auf den Teller bei der Umsetzung einer kreiseigenen Ernährungsstrategie beraten. Wir wollen die Vermarktung regionaler, ökologischer Produkte fördern. Dazu gehört auch, gesundes, frisches, regionales und saisonales Essen in unseren Schulen und Kantinen anzubieten.


WIR WOLLEN                                                 

  • Diversität bei der Gestaltung von Anbausystemen, Bodenschutz und effiziente Nutzung der kostbaren Ressource Wasser
  • Unterstützung der Landwirt*innen bei der Umstellung auf klimawandelangepasste und ökologische Systeme (Schulungen und Beratung)
  • Verpachtung kreiseigener Flächen unter besonderer Berücksichtigung umweltgerechter Bewirtschaftung und Integration von Gemeinwohl-Kriterien
  • Aufstellung einer kreiseigenen Ernährungsstrategie inklusive Direktvermarktungs-Konzept im Dialog mit Landwirt*innen. Förderung und Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Akteur*innen der Lebensmittelwirtschaft
  • gesunde Mahlzeiten in der Gemeinschaftsverpflegung in Schulen, Kitas und kreiseigenen Kantinen aus regionaler, nachhaltiger Herkunft mit einem hohen Bio-Anteil
  • Vereinfachung von Genehmigungsverfahren für Hof-Schlachtungen und Weideschuss, um den Tieren unnötigen Stress durch lange Transportwege zu ersparen.
  • Reduzieren von Lebensmittelverschwendung und Stärkung der Zusammenarbeit mit den Tafeln
  • Anerkennung und Stärkung der Pionierarbeit der Betriebe im Bereich Agri-PV und Agroforstsysteme im Kreis


Finanzen

Das Budget für die soziale Daseins- und Gesundheitsvorsorge ist im Haushaltsplan unseres Landkreises mit das umfangreichste – auch zukünftig wollen wir unseren Gesundheitsverbund (GLKN) stützen. Mit der Investition in den GLKN stellen wir die Qualität der Krankenhausversorgung im Landkreis sicher.
Über diese wichtige und notwendige Stärkung der Gesundheitsversorgung hinaus stehen Maßnahmen für den Klimaschutz, die Finanzierung des Neubaus des Berufsschulzentrums, den bedarfsgerechten Ausbau und die Instandhaltung der Schulen, der Ausbau der Fahrradinfrastruktur und die Finanzierung des ÖPNV für uns an erster Stelle. Der weitere Aufbau von Schulden engt den Spielraum künftiger Generationen ein und bindet durch den Schuldendienst finanzielle Mittel. Eine Schuldenaufnahme darf aus unserer Sicht daher nur für nachhaltige Investitionen erfolgen.


WIR WOLLEN                                                 

  • den GLKN in kommunaler Trägerschaft behalten.
  • Sicherung der Zukunftsaufgaben: Gesundheitsversorgung
  • Neuverschuldung nur für nachhaltige Projekte


Regionale Wirtschaftsförderung & Ländlicher Raum

Regionale, vernetzte Wirtschaftspolitik schafft die Grundlage für eine gestärkte lokale Wirtschaft mit innovativen Betrieben und klimafreundlicher, ressourcenschonender Produktion.
Die Wertschöpfung, die bei uns im Landkreis durch vielfältige Wirtschaftsstruktur mit einem breiten Branchenmix stattfindet, schafft Arbeitsplätze und sorgt damit für den Wohlstand vieler Menschen. Wir möchten bestehende Betriebe fördern, damit sie wettbewerbsfähig bleiben und den Wandel zu einer ökologisch orientierten Wirtschaft mitgehen können. Wir setzen uns für die Ansiedlung innovativer Betriebe mit Technologien von morgen ein.


WIR WOLLEN                                                 

  • die Kreislaufwirtschaft fördern
  • regionale Beratung für Förderprogramme
  • Anreize für klimafreundliche Technologien schaffen (Innovationswettbewerb mit Fördersumme)
  • Förderung von Clustern mit Zukunftsperspektiven, Organisation von Austausch und Fortbildungsprogrammen
  • Unterstützung und Beratung von Betrieben bei Behördengängen und Antragstellungen (Bürokratieabbau, Vorgänge digitalisieren und vereinfachen)
  • Azubi-Wohnheime/WGs für auswärtige Auszubildende angegliedert an Berufsschulen zusammen mit IHK und Handwerkskammer initiieren (Ausbildungsoffensive)
  • Ausbildungsoffensive für Klima-Berufe (Heizung, Lüftung, Sanierung, Solar/ Elektrik) zusammen mit Energieagentur, Handwerkskammer und den regionalen Ausbildungsbetrieben (positive Berufsbilder, regionale Vernetzung, attraktive Ausbildung)
  • Förderung eines umweltfreundlichen Tourismus (Schiff und Rad, Bahn und Rad, Radtouren, Wandertouren mit Hinweis auf ÖPNV-Nutzung)
  • einen landkreisweiten Veranstaltungskalender


Migration & Flucht (Integration)

Wir Grüne stehen für eine humanitäre und gerechte Migrationspolitik. Diese wollen wir auch auf kommunaler Ebene und im ländlichen Raum abbilden und übernehmen Verantwortung für die Gestaltung einer lebendigen und vielfältigen Gesellschaft, in der alle unsere Kreisbürger*innen gute Zukunftsaussichten haben und die Förderung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Dabei ist unser Grundgesetz unsere Orientierung und Handlungsgrundlage zugleich.
Schutzsuchende sollen ein Zuhause finden und eine Bleibeperspektive haben können. Menschen, die zu uns auf der Suche nach Schutz und Frieden kommen, wollen wir unterstützen und schützen.

 

WIR WOLLEN                                                 

  • Menschen, die neu bei uns sind, mit Respekt und auf Augenhöhe behandeln.
  • Verbesserung von Bildungs- und Arbeitsmarktchancen in gemeinsamen Austausch mit allen Institutionen
  • Bedarfe und Lösungsansätze im Bereich Migration und Flucht im Austausch mit neu Zugewanderten erarbeiten.
  • gleiche Chancen für Geflüchtete in Bildung und auf dem Arbeitsmarkt (Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen – VABO und Jugendberufshilfe)
  • in den Gemeinschaftsunterkünften neben den Sozialarbeiter*innen eine mehrtägige Sprechstunde von Psycholog*innen für die Geflüchteten, sowie Rückzugsorte für Bewohner*innen
  • Erfassen der Qualifikation von Migranten*innen und Geflüchteten, um sie schneller in Arbeit zu bringen, sowie Arbeitgeber*innen und Geflüchtete zusammenbringen
  • Förderung von ehrenamtlichem Engagement für Integration (in Selbsthilfegruppen, speziell Integration fördernden Gruppen und in klassischen Vereinen)
  • Prüfung der Finanzierung einer Geschäftsstelle für Aufbau und Support eines Dachverbandes zur Vernetzung von (Post-)Migrantenorganisationen und Vereinen im Themenbereich Integration, Migration, Teilhabe in Zusammenarbeit mit dem Sprecherrat
  • dezentrale Unterkünfte für Geflüchtete
  • Ertüchtigung der Gemeinschaftsunterkünfte


Soziales & Soziale Teilhabe

Den sozialen Zusammenhalt zu fördern, ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Armut ist für viele Menschen Alltag und verhindert, dass sie gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Wir wollen Unterstützung schaffen für Familien, Rentner, Alleinerziehende, Arbeitssuchende und gesundheitlich eingeschränkte Menschen, um ihre soziale Teilhabe und Chancengleichheit zu verbessern.
Wir Grüne stehen für eine offene und vielfältige Gesellschaft, in der jede*r selbstbestimmt und diskriminierungsfrei leben kann. Dafür wollen wir auch auf kommunaler Ebene die politischen Rahmenbedingungen schaffen. Wir setzen uns deshalb dafür ein, auch im Landkreis Konstanz Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie für Regenbogenfamilien aufzubauen und Vereine und Initiativen entsprechend zu fördern.


WIR WOLLEN                                                 

  • eine Neuauflage des Sozialleistungsberichts
  • Bürger*innen, die über Ansprüche aufgeklärt werden
  • eine Verfahrenslots*in für das LRA
  • eine Ombudsperson für Sozialamt und Jobcenter
  • eine offene und kooperative Verwaltungskultur
  • Digitalisierung von Verwaltungsleistungen
  • ein leistungsfähiges Sozialamt mit digitalen und analogen Prozessen
  • Wohnberatung zur Barrierefreiheit
  • Trägerübergreifende Wohnungsbörse (Genossenschaften), um kleineren günstigen Wohnraum zu vermitteln
  • Einrichtung Fachstelle Wohnungssicherung
  • ein kreisweites Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut


Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Wir wollen Rassismus bekämpfen und Vielfalt in allen gesellschaftlichen Bereichen sichtbar machen und stärken. Egal ob in der Stadt oder auf dem Land, in der Bildung oder in der Jugendarbeit, im Familienleben oder in der Arbeitswelt: Wir setzen uns für gleiche Chancen und gleiche Rechte ein. Wir kämpfen für Teilhabe, Freiheit, Respekt und Akzeptanz aller Menschen im Landkreis Konstanz.
Wir unterstützen politische Beteiligungsprozesse für Jugendliche auf Kreisebene durch den Aufbau eines breit ausgerichteten Jugenddialogs, jährliche Jugendkonferenzen und die Einrichtung eines Jugendkreisrates mit Sitz-, Rede- und Stimmrecht im Kreistag und seinen Ausschüssen.


WIR WOLLEN                                                 

  • Weiterförderung der Antidiskriminierungsberatung im Landkreis
  • Beratungsstelle für queere Menschen und deren Angehörige
  • barrierefreie, geschützte Anlaufstellen für von Gewalt betroffene Menschen
  • mehr Frauenhausplätze, die Umstellung auf kostenlosen Aufenthalt
  • zeitnahe Einrichtung und angemessene Budgetierung eines Jugendkreisrats und eines kreisweiten Jugenddialogs
  • langfristige Finanzierung einer Koordinationsstelle zur Begleitung des zukünftigen Jugendkreisrates und der Verstetigung des Jugenddialoges mit einer jährlichen kreisweiten Jugendkonferenz
  • Information über Beteiligungsmöglichkeiten über im Jugenddialog und Kandidatur für den Jugendkreisrat für alle jungen Menschen, damit diese dort in ihrer Vielfalt angemessen repräsentiert sind
  • Schulung und Sensibilisierung der Kreisverwaltung für die Zusammenarbeit mit dem Jugendkreisrat
  • Maßnahmen zur Reduzierung der finanziellen Belastung für Menstruierende und zur Bekämpfung von Periodenarmut, einschließlich kostenfreier Menstruationsprodukte in öffentlichen Einrichtungen und Schulen
  • Unterstützung und Förderung ambulanter Hilfen in Altenpflege und Jugendhilfe
  • die politische Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis


Gesundheit & Pflege

Die gesundheitliche Versorgung vor Ort zu stärken und zukunftssicher zu gestalten ist eine unserer größten Herausforderungen. Ein zentraler Pfeiler der Krankenversorgung sind Krankenhäuser. Wir setzen uns für die Sicherung der regionalen Krankenhausversorgung und Notfallversorgung ein.
Der Klinikneubau, der das größte Bauprojekt in der Geschichte des Landkreises werden wird, soll nicht nur den steigenden Anforderungen an die Gesundheitsversorgung gerecht werden, sondern auch bezogen auf Architektur und bauliche Funktionalität zukunftsweisend und patientengerecht geplant werden.
Dabei soll aus unserer Sicht besonderes Augenmerk auf die Gestaltung von Gebäuden gelegt werden, die zur Förderung von Heilung und Wohlbefinden der Patient*innen einen positiven Beitrag haben. Sehr wichtig sind auch Aspekte wie Sicherheit, Hygiene, Lärm, Barrierefreiheit und die Effizienz von Arbeitsabläufen als Voraussetzung für Wirtschaftlichkeit und Wohlbefinden und Gesundheit für das klinische Personal.
Darüber hinaus ist es für uns unabdingbar, Themen wie den Energiehaushalt, den Wasserverbrauch, das Abfallmanagement und die Auswahl der Baumaterialien im Sinne der Kreislaufwirtschaft im Planungsverfahren intensiv zu betrachten. Diese nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvollen Schritte bieten hohe Einsparpotenziale. Wir setzen uns dafür ein, dass alle beteiligten Gremien umfassend zu diesen zukunftsweisenden Konzepten informiert werden und somit verantwortungsvolle Entscheidungen zu diesem Projekt treffen können.
Um dem Fachkräftemangel im Bereich Pflege, aber auch bei medizinisch-technischen Berufen zu begegnen, setzen wir auf die Erweiterung unserer Akademie für Gesundheitsberufe.


WIR WOLLEN                                                 

  • „Green Hospitals“ und „Healing Architecture“-Konzepte bei Klinik Neubau berücksichtigen
  • Ausbau der Akademie für Gesundheitsberufe
  • die beschlossene, finanzielle Förderung von Pflegewohngemeinschaften
  • Sicherung der regionalen Krankenhausversorgung und gute verlässliche Notfallversorgung
  • flächendeckender Ausbau einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV)
  • gute Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte
  • Sicherstellung eines funktionierenden Rettungsdienstes im Landkreis Konstanz
  • Aufbau von Telemedizin und E-Health in Zusammenarbeit mit dem GLKN
  • Ausreichende Kurzzeitpflegeplätze, um pflegende Angehörige zu entlasten


Bildung, Familie, Kinder, Jugend & Kultur

Das breite Ausbildungsangebot an beruflichen Schulen und Volkshochschulen ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises. Unser Ziel ist ein inklusives Bildungsnetzwerk, das Jungen und Älteren berufliche Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Wir setzen auf sozialpädagogische Betreuung in Schulen und Familien und eine frühzeitige Förderung.
Wir unterstützen Ideen, Projekte, Beteiligungs- und Mutmachformate: für nachhaltiges Denken und Handeln (BNE), für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe.
Der Wert der Kultur lässt sich nicht immer in genauen Zahlen ausdrücken. Die Wirkung von Kultur ist aber unbestritten: Kultur stiftet Identität und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Deswegen wollen wir ein lebendiges Kulturleben bei uns im Landkreis fördern.


WIR WOLLEN                                                 

  • Bildungsgerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt in einer vielfältigen und offenen Gesellschaft
  • eine zukunftsweisende Berufsbildung und eine Verbesserung des Übergangs von der Schule in die Berufsausbildung
  • die erfolgreiche Jugendberufshilfe stärken
  • aufsuchende und niederschwellige Beratungsangebote, die helfen, Schulabgänger in Ausbildung zu bringen
  • eine maßgeschneiderte Aus- und Weiterbildung, lebensbegleitendes Lernen
  • berufliche Eingliederung von Langzeitarbeitslosen durch individuelle Unterstützung verbessern
  • Partizipation und Inklusion
  • Schulgebäude und Lernräume die Lern- und Arbeitsorte sind, die Raum für Handlungs- und Kompetenzorientierung bieten, die Offenheit und Flexibilität gegenüber Veränderung ermöglichen
  • Gebäude, die den komplexen Anforderungen des digitalen Lernens und der digitalen Arbeitswelt Rechnung tragen.
  • Ausweitung der räumlichen Kapazitäten des SBBZ in Konstanz und Singen
  • eine Stärkung der Schulsozialarbeit und Schulpsycholog*innen in den kreiseigenen Schulen
  • Nachholen von Schulabschlüssen an allen Formen der Abendschule weiterhin ermöglichen und Ausbau der Angebote für Grundbildung und Alphabetisierung
  • finanziell bessere Absicherung und konzeptionelle Weiterentwicklung der Volkshochschule als soziale Institution der Weiterbildung
  • eine leistungsfähige digitale Infrastruktur mit einer guten Hard- und Netzwerkbetreuung an allen Ausbildungseinrichtungen des Landkreises
  • die Zusammenarbeit aller Bildungseinrichtungen mit Ausbildungsbetrieben, Firmen und sozialen Organisationen weiter zukunftsfähig auszubauen
  • vertrauliches und anonymes Jugendtelefon zur Beratung bei persönlichen Krisen- und in Notsituationen
  • Familienberatungszentren in Radolfzell, Singen und Stockach als Krisen- und Notfallberatung bei aktuellen Problemen
  • Webinare für Jugendliche und Eltern zu aktuellen Fragestellungen
  • anonyme, kostenfreie Online-Beratung für Eltern bei Erziehungs-, Schul- oder Entwicklungsproblemen
  • Evaluation eines differenzierten sonderpädagogischen Schulangebots für Kinder mit besonderen Bedürfnissen
  • bedarfsgerechte stationäre Betreuungsangebote und Kurzzeitpflegeplätze für schwer behinderte Kinder und Jugendliche in Zusammenarbeit mit benachbarten Landkreisen
  • Unterstützung der Kunststiftung des Landkreises
  • Einhaltung der beschlossenen Rahmenbedingungen der Kreiskulturförderung

Gute Arbeit vor Ort möchte ich unterstützen!

Kreisverband Konstanz
DE81 6929 1000 0214 368 404
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